AfD Kreisverband Südwestpfalz

ZWILLY – Wer soll es werden?

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Das ist die Zahl der Pirmasenser, die am 28. Oktober einen neuen Oberbürgermeister für die Stadt Pirmasens wählen dürfen-sollen-müssen.

Zwei Kandidaten stehen zur Wahl: Sebastian Tilly von der SPD und Markus Zwick von der CDU. Markus Walter von der NPD wurde vom Wahlausschuss wegen verfassungsfeindlicher Ziele der NPD nicht zugelassen.

Alle weiteren Parteien in der Stadt haben keinen eigenen Kandidaten gestellt – auch die AfD nicht.

Für das verantwortungsvolle Amt des Oberbürgermeisters bedarf es keines „Schaustellers“. Es braucht hierfür einen Vollprofi, der das kommunalpolitische Geschäft versteht. Dies gerade auch deswegen, weil die Stadt Pirmasens hoch verschuldet ist und zudem eine sehr problematische Sozial- und Infrastruktur hat.

Das Amt des Oberbürgermeisters ist theoretisch überparteilich, doch in der Praxis sieht das häufig anders aus. Verknüpfungen, man könnte auch „Klüngel“ sagen, spielen immer eine Rolle. Wenn dann noch wie im Bundestag und in den Landtagen ein tägliches „alle gegen die AfD“ praktiziert wird, so ist es für uns äußerst fraglich, ob es sinnvoll wäre, einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

Eine weitere wichtige Überlegung: Man kann davon ausgehen, dass Tilly die meisten Stimmen von den Parteien des linken Spektrums bekommt (außer denen der CDU). Zwick hingegen hat nur die CDU und das Ansehen von Dr. Bernhard Matheis hinter sich. Also dürfte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden.

Hätten wir, die AfD, einen Kandidaten aufgestellt, dann würden wir wohl auf 16 bis 26 Prozent Stimmanteil kommen. Uns würden vermutlich viele CDU-Anhänger wählen. Gewinnen würden wir die Wahl natürlich nicht, aber vermutlich so SPD-Tilly ins Amt heben.

Es gilt zu überlegen, wer für die Stadt Pirmasens der Bessere ist: Ein Mann, der bereits als Bürgermeister Erfahrungen und den aktuellen OB hinter sich hat oder ein junger, dynamischer, unverbrauchter Kandidat. Beide Bewerber haben ihre Sonnen- und Schattenseiten.

Deshalb gibt es seit geraumer Zeit Gespräche in den eigenen Reihen, wie wir uns letztlich zur Wahl stellen und wen wir unseren Mitgliedern und Sympathisanten empfehlen werden. Wir werden das Verhalten beider Kandidaten weiter im Auge behalten.

Wir als AfD sind uns dessen bewusst, dass wir die Wahl dadurch entscheiden können, dass wir gerade keinen eigenen Kandidaten aufstellen. Verantwortung heißt für uns, über den Tellerrand hinauszublicken und letztlich den besten Kurs für unser Pirmasens anzusteuern.